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Vortrag: Münzprägung, Geldumlauf, Post- und Reiseverkehr unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha

Mittwoch, 22. April | 18 Uhr | Ort: Schloss Friedenstein, Spiegelsaal | Eintritt frei

Referent: Dr. Wolfgang Steguweit, Gotha
Veranstalter: Forschungsbibliothek Gotha

Der Vortrag untersucht bislang wenig erforschte Bereiche der beiden zwar 1826 verbundenen, aber dennoch weitgehend heterogenen Landesteile des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha unter dem ersten Herzog Ernst I. Die getrennten Wirtschafts- und Verkehrsräume zusammenzuführen, war eine Aufgabe und Leistung der jeweiligen Beamten und Spezialisten.

Besonders deutlich spiegelt die Passungenauigkeit der monetäre Sektor mit unterschiedlichen Währungsusancen in den jeweiligen Umlaufgebieten wider. Aber auch der Post- und Reiseverkehr erforderte Lösungen zur Homogenisierung der Wirtschafts- und Verkehrsräume.

Der Vortrag baut somit „länderübergreifend“ eine Brücke zu den in der Ausstellung der Forschungsbibliothek hervorgehobenen Sammlungsexperten und deren Verdienste am Gothaer Hof mit Bibliothek, Kunstsammlungen, Münzkabinett.

Dr. Wolfgang Steguweit ist Numismatiker. Er studierte Kunstgeschichte, Kunsterziehung, Germanistik und Pädagogik in Dresden und wurde 1980 an der Universität Halle mit einer Arbeit über die Geschichte der Münzstätte Gotha promoviert. Von 1971 bis 1988 leitete er das Münzkabinett der Museen der Stadt Gotha, im Anschluss war er Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (ab 1992 bis 2009 deren stellv. Direktor). Wolfgang Steguweit hat zahlreiche Publikationen zur Münz- und Medaillenkunde veröffentlicht und 1992 die Schriftenreihe „Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland“ (ab 1996 „Die Kunstmedaille in Deutschland“) begründet. Er ist Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen.

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 20. April unter 0361 737-5530 oder unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.

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